Allgemeine Geschäftsbedingungen

Abkürzungen:

ANT: Antik, Hand- und Faustfeuerwaffen, die vor 1870 hergestellt wurden, Hieb-, Stich- und andere Waffen, die vor 1900 hergestellt wurden.

ID/Stra: Nicht kriegsmaterialkontrollpflichtige Waffen, Identitätsnachweis und Strafregisterauszug sind zwingend erforderlich. Ausfuhrbewilligungspflichtig nach Güterkontrollgesetz.

IDK: Kriegsmaterial, Waffenkontrolle und Ausfuhrbewilligungspflichtig, Identitätsnachweis und Strafregisterauszug sind erforderlich.

SON: Kantonale Ausnahmebewilligung zum Erwerb von Serienfeuerwaffen erforderlich; die Kosten der Erwerbs- und Vermittlungsbewilligung gehen zu Lasten des Käufers.

WES Waffenerwerbschein erforderlich.

1 Mit „ID“ oder „IDK“ bezeichnete Waffen können an Schweizer und Ausländer mit schweizerischer Niederlassungsbewilligung „C“ nach Vorlage des Passes oder der Identitätskarte und eines Strafregisterauszugs
abgegeben werden. (Ausnahmen siehe Waffengesetz und Verordnung vom 12.12.2008). Mit „IDK“ bezeichnete Waffen unterliegen im Unterschied zu den mit „ID“ bezeichneten Waffen noch zusätzlich der Eidg. Kriegsmaterialkontrolle und der entsprechenden Registratur.

2 Zum Erwerb der mit „WES“ bezeichneten Waffen benötigen in der Schweiz wohnhafte private Käufer einen Schweizerischen Waffenerwerbschein, der je nach kantonaler Usanz in der Wohngemeinde, dem Bezirksamt oder einer anderen kantonalen Behörde beantragt werden kann.

3 Von ausländischen Käufern erworbene „WES“ „ID“ und „IDK“ Waren werden nur per Post oder Luftfracht und nach Erhalt der notwendigen in- und ausländischen Bewilligungen an Ihren heimischen Büchsenmacher oder Waffenhändler ausgeliefert.
Für Einwohner von Schengen-Staaten braucht es für alle Waffen, die nicht Kriegsmaterial sind, einen Begleitschein. Diesen Begleitschein erhalten Sie für CHF 50.- bei: Bundesamt für Polizei, Zentralstelle Waffen, 3003 Bern

4 Der rechtsverbindliche Zuschlag von „WES“-,“ID“- „IDK“ und „SON“- Losen erfolgt ungeachtet des Vorhandenseins oder Fehlens entsprechender Bewilligungen seitens des Käufers. Bringt der Käufer innert 90 Tagen nach des Kaufvertrages keine Bewilligung zum Erwerb der Waffen bei, so kann der Verkäufer den Vertrag mit oder ohne Setzung einer Nachfrist aufheben. Solange keine Bewilligung vorliegt, ist eine Auslieferung der Waffen ausgeschlossen.

5 Die Beschaffung der notwendigen Ausfuhrbewilligungen für Käufer mit Wohnsitz im Ausland ist Sache des Käufers. Die Adresse der zuständigen Schweizer Amtsstelle lautet:

SECO, Kriegsmaterial
3003 Bern

Die Kosten für die Ausfuhrbewilligungen gehen zu Lasten des Käufers. Sie betragen 0,8% des Warenwertes,
mindestens jedoch CHF 50.- pro Bewilligung. Für Käufer mit Wohnsitz im Ausland ist eine direkte Auslieferung in der Schweiz nicht möglich. Die Zustellung dieser Ware ins Ausland erfolgt nach Erhalt der Ausfuhrbewilligung, ausschliesslich per Postversand oder Luftfracht
an Ihren Büchsenmacher oder Waffenhändler. Die Versandspesen werden in Rechnung gestellt; eine Transportversicherung kann auf Wunsch abgeschlossen werden.

6 An schweizerische Waffenhändler, die sich über den Besitz des kantonalen Waffenhändler-Patents ausweisen können, werden nach Vorlage der beglichenen Rechnung ausgehändigt. Händler mit Wohnsitz im Ausland sind für die Einhaltung der Bestimmungen über den Erwerb und Besitz von Waffen und Kriegsmaterial in Ihrem Heimatland selbst verantwortlich.

7 Die Occasions-Waffen wurden nicht auf ihre Schiess- und Funktionsfähigkeit geprüft; sie werden als Sammlerobjekte verkauft. Die Firma übernimmt im Schadenfall keine Haftung.

8 Amtliches Zahlungsmittel in der Schweiz sind Schweizer Franken.
Zahlung mit Maestro, Postcard, V Pay, VISA, Mastercard vor Ort möglich. (nicht über Internet)

9 Bitte alle Banküberweisungen in Schweizer Franken (CHF) als „Our Cost“ tätigen.

 


Auszug aus dem Schweizer Waffengesetz vom 12. Dezember 2008

Art. 8
1 Wer eine Waffe oder einen wesentlichen Waffenbestandteil im Handel erwerben will, benötigt einen
Waffenerwerbschein.
2 Keinen Waffenerwerbsschein erhalten Personen die:
a das 18. Altersjahr noch nicht vollendet haben;
b entmündigt sind;
c zur Annahme Anlass geben, dass sie sich selbst oder Dritte mit der Waffe gefährden;
d wegen einer Handlung, die eine gewalttätige oder gemeingefährliche Gesinnung bekundet, oder wegen wiederholt
begangener Verbrechen oder Vergehen im Strafregister eingetragen sind, solange der Eintrag nicht gelöscht ist.

Art. 10 Ausnahmen von der Waffenerwerbsscheinspflicht
1 Folgende Waffen sowie ihre wesentlichen Bestandteile dürfen ohne Waffenerwerbsschein erworben werden:
a einschüssige und mehrläufige Jagdgewehre sowie Nachbildungen von einschüssigen Vorderladern;
b vom Bundesrat bezeichnete Handrepetiergewehre, die im ausserdienstlichen und sportlichen Schiesswesen der nach
dem Militärgesetz vom 3. Februar 1995 anerkannten Schiessvereine sowie für Jagdzwecke im Inland üblicherweise
verwendet werden;
c einschüssige Kaninchentöter;
d Druckluft- und CO2-Waffen, die eine Mündungsenergie von mindestens 7,5 Joule entwickeln oder aufgrund ihres
Aussehens mit echten Feuerwaffen verwechselt werden können;
e Imitations-, Schreckschuss- und Soft-Air-Waffen, die aufgrund ihres Aussehens mit echten Feuerwaffen
verwechselt werden können.
Anm.: Dennoch sind diese Waffen registraturpflichtig, für den Erwerb benötigen Sie einen Strafregiterauszug.

Art. 10a Prüfung durch die übertragende Person
1 Die Person, die eine Waffe oder einen wesentlichen Waffenbestandteil ohne Waffenerwerbsschein (Art. 10)
überträgt, muss Identität und Alter des Erwerbers oder der Erwerberin anhand eines amtlichen Ausweises
überprüfen.
2 Die Waffe oder der wesentliche Waffenbestandteil darf nur übertragen werden, wenn die übertragende Person nach
den Umständen an nehmen darf, dass dem Erwerb kein Hinderungsgrund nach Artikel 8 Absatz 2 entgegensteht.
4 Die übertragende Person kann sich bei der zuständigen Behörde des Wohnsitzkantons der erwerbenden Person
danach erkundigen, ob dem Erwerb ein Hinderungsgrund entgegensteht. Voraussetzung ist das schriftliche
Einverständnis der erwerbenden Person.

Art. 11 Schriftlicher Vertrag
1 Für jede Übertragung einer Waffe oder eines wesentlichen Waffenbestandteils ohne Waffenerwerbsschein (Art. 10)
ist ein schriftlicher Vertrag abzuschliessen. Jede Vertragspartei hat den Vertrag mindestens zehn Jahre lang
aufzubewahren.

2 Der Vertrag muss folgende Angaben enthalten:
a Name, Vorname, Geburtsdatum, Wohnadresse und Unterschrift der Person, welche die Waffe oder den
wesentlichen Waffenbestandteil überträgt;
b Name, Vorname, Geburtsdatum, Wohnadresse und Unterschrift der Person, welche die Waffe oder den
wesentlichen Waffenbestandteil erwirbt;
c Waffenart, Hersteller oder Herstellerin, Bezeichnung, Kaliber, Waffennummer sowie Datum und Ort der
Übertragung;
d Art und Nummer des amtlichen Ausweises der Person, welche die Waffe oder den wesentlichen Waffenbestandteil
erwirbt;
e Einen Hinweis auf die Bearbeitung von Daten im Zusammenhang mit dem Vertrag (Art. 32f Abs. 2), sofern
Feuerwaffen übertragen werden.
3 Wer eine Feuerwaffe nach Artikel 10 Absätze 1 und 3 überträgt, muss der Meldestelle (Art. 31b) innerhalb von 30
Tagen nach Vertragsabschluss eine Kopie des Vertrags zustellen. Die Kantone können weitere geeignete Formen
der Meldung vorsehen.

Art. 18 Waffenverordnung: Sorgfaltspflicht
1 Ist für den Erwerb der Waffe oder des wesentlichen Waffenbestandteils kein Waffenerwerbsschein erforderlich, so
muss die übertragen Person darauf achten, dass der Übertragung kein Hinderungsgrund nach Artikel 8 Absatz 2 WG entgegensteht.
2 Liegt kein gegenteiliger Hinweis vor, so darf die übertragende Person davon ausgehen, dass kein Hinderungsgrund
gegeben ist b. für eine Waffe einen Waffenerwerbsschein vorlegt, der ihm oder ihr vor weniger als zwei Jahren
ausgestellt wurde.
3 Muss die übertragende Person aufgrund der Umstände daran zweifeln, dass die Voraussetzungen für die
Übertragung erfüllt sind, so muss sie von der erwerbenden Person einen Auszug aus dem schweizerischen
Strafregister, der höchstens drei Monate vor der Übertragung ausgestellt wurde, oder mit dem schriftlichen
Einverständnis der erwerbenden Person die erforderlichen Informationen von den zuständigen Behörden oder
Personen verlangen.
4 Der Auszug aus dem schweizerischen Strafregister ist zusammen mit dem schriftlichen Vertrag aufzubewahren.

Uns unbekannte Bieter haben sich mit einem Strafregisterauszug zu legitimieren!

Formulare für einen Strafregisterauszug sind erhältlich bei:
Schweizerisches Strafregister, Bundesrain 20, 3003 Bern

oder an den Schaltern der Schweizer Post.

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an:

Bundesamt für Polizei, Zentralstelle Waffen, 3003 Bern
Tel. +41 (0)31 324 54 00, Fax +41 (0)31 324 79 48
infozsw@fedpol.admin.ch, http://waffen.fedpol.admin.ch

Neuregelung des Waffenerwerbs durch Ausländer der Schweiz
(gültig ab 12.12.2008, Auszug aus dem Waffengesetz und der Waffenverordnung)

Art. 7 Waffengesetz, Einschränkungen in besonderen Situationen
1 Der Bundesrat kann den Erwerb von Waffen, wesentlichen Waffenbestandteilen, Waffenzubehör, Munition und
Munitionsbestandteilen sowie das Tragen von Waffen durch Angehörige bestimmter Staaten verbieten:
a wenn eine erhebliche Gefahr der missbräuchlichen Verwendung besteht;
b um Beschlüssen der internationalen Gemeinschaft oder den Grundsätzen der schweizerischen Aussenpolitik
Rechnung zu tragen.
2 Unter den gleichen Voraussetzungen kann er die Ausfuhr in bestimmte Staaten verbieten.

Art. 12 Verbot für Angehörige bestimmter Staaten
1 Der Erwerb, der Besitz, das Anbieten, das Vermitteln und die Übertragung von Waffen, wesentlichen oder
besonders konstruierten Waffenbestandteilen, Waffenzubehör, Munition und Munitionsbestandteilen sowie das
Tragen von Waffen und das Schiessen mit Feuerwaffen sind Angehörigen folgender Staaten verboten:

Serbien / Bosnien und Herzegowina / Kosovo / Mazedonien / Türkei /
Sri Lanka / Algerien / Albanien